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Wann man eine Kfz-Versicherung kündigen kann?

Jeder Autofahrer weiß, dass für das Führen von Fahrzeugen eine Haftpflichtversicherung zwingend notwendig ist. Dies ist vom Gesetzgeber vorgeschrieben. So leicht man ein Fahrzeug bei einer Kfz-Versicherung seiner Wahl anmelden kann, so kompliziert können in manchen Fällen die Abmeldung des Fahrzeugs und die damit verbundene Kündigung der Autoversicherung sein. In der Regel läuft aber alles nach Plan: Der Fahrzeughalter kündigt bei seiner Versicherung dann, wenn er das Fahrzeug veräußert oder auf den Schrottplatz bringt.

Kfz-Versicherung kündigen, wenn der Kfz-Brief verschwunden ist

Solange der Halter den Kfz-Brief in Händen hat, geht dies alles auch recht zügig. Nicht nur deshalb sollte man seine Papiere sorgfältig aufbewahren. Sind sie nämlich nicht auffindbar, dauert die Kündigung der Autoversicherung einige Tage länger und gestaltet sich schwieriger und kostspieliger, weil neue Papiere beantragt und ausgestellt werden müssen. Der Fahrzeughalter muss beim Straßenverkehrsamt erst eine eidesstattliche Versicherung über den Verlust des Kfz-Briefs abgeben. Wenn alles geprüft und für richtig befunden wurde, wird dem Halter ein neuer Kfz-Brief ausgestellt. Dies und die Prüfung kosten zusätzlich Geld. Erst wenn der Halter den neuen Kfz-Brief in den Händen hält, kann er sein Fahrzeug abmelden und gleichzeitig seine Kfz-Versicherung kündigen.

AutokreditStcihtag verpasst? Auch nach dem 30. November kann man in bestimmten Fällen seine Kfz-Versicherung kündigen.

Kündigung der Autoversicherung zum Ende des laufenden Jahres

Um eine Kfz-Versicherung kündigen zu können, gibt es mehrere Möglichkeiten. Das Gros der Kfz-Versicherungen endet zum 31. Dezember eines Jahres. Somit ist eine ordentliche Kündigung zumeist mit einer Frist von einem Monat jeweils zum Ende des Jahres möglich. Spätestens im November sollte man sich daher um eine neue Versicherung kümmern. Von Versicherer zu Versicherer kann es hier jedoch Unterschiede geben. So können in den Versicherungsverträgen auch andere Daten vermerkt sein. Daher ist es empfehlenswert, zunächst nochmal einen Blick in den eigenen Vertrag zu werfen. Zudem sollte man seinen Vertrag nur kündigen, wenn bereits ein neuer Versicherungsvertrag besteht. Versicherte haben in bestimmten Fällen haben allerdings noch weitere Möglichkeiten zum Ausstieg – über das so genannten Sonderkündigungsrecht.

Kfz-Versicherung kündigen nach Schadensfall

Die einfachste Art der Sonderkündigung ist der Totalschaden, durch den ein Fahrzeug absolut nicht mehr repariert und nur noch auf den Schrottplatz gebracht werden kann. Beim Eintreten eines solchen Falls wird die Versicherung automatisch mit der Abmeldung des Fahrzeugs beim Straßenverkehrsamt gekündigt. Bis dahin gezahlte Beträge werden vom Versicherungsunternehmen an den Fahrzeughalter zurückgezahlt.

Was viele nicht wissen: Auch nach einem Schadensfall hat man ein Sonderkündigungsrecht. Ist man mit der Bearbeitung eines Schadensfalls zum Beispiel nicht zufrieden, kann eine außerordentliche Kündigung erfolgen - dies gilt auch dann, wenn der Versicherer den Schaden zu 100 Prozent reguliert hat. Allerdings kann Versicherungsunternehmen vom Fahrzeughalter die Zahlung der ausstehenden Beiträge bis zum Ende des Versicherungsjahres verlangen. Vielfach kündigen aber auch die Versicherer, dazu haben sie ebenfalls das Recht. Werden die Beiträge in Folge eines Schadenfalls angehoben, ist dies allerdings kein gerechtfertigter Grund für eine Kündigung.

Sonderkündigungsrechte für die Autoversicherung

Ebenfalls ein Sonderkündigungsrecht besteht infolge von Beitragserhöhungen, die Fahrzeughalter in den meisten Fällen erst nach Ablauf der regulären Kündigungsfrist erhalten. Der Versicherte kann hier gegen die Erhöhung des Beitrags formal Einspruch einlegen und den Vertrag außerordentlich kündigen. Diese ist immer dann gerechtfertigt, wenn die Versicherungsgesellschaft die Beiträge mehr als 25 Prozent zum ersten Beitrag oder mehr als fünf Prozent zum letzten erhöht. Die Kündigung des Vertrages seitens des Versicherungsnehmers muss nach bekanntwerden innerhalb eines Monats in Schriftform eingereicht werden. Sinnvoll ist es dabei neben der Versicherungsnummer auch das Kfz-Kennzeichen, den Fahrzeugtyp und die Fahrzeugmarke anzugeben.

Ein Sonderkündigungsrecht haben Versicherte darüber hinaus, wenn sich die Vertragsbedingungen zur Kfz-Versicherung ändern. Wenn sich beispielsweise die Regional- und Typenklassen ändern und damit unter Umständen auch die Beiträge der Assekuranz. Ebenso kann man nach dem Umzug in eine Stadt mit einem anderen Kennzeichenbezirk seine Kfz-Versicherung kündigen. Da der Fahrzeugbesitzer sein Fahrzeug ganz neu anmelden muss, kann er auch seine bisher bestehende Autoversicherung kündigen.

Kündigung zum Vertragsende

Reguläre Kündigung:

Kfz-Verträge laufen ein Jahr und verlängern sich automatisch, wenn man nicht kündigt. Das heißt, 1x im Jahr kann man den Vertrag kündigen.

Der Stichtag ist meist der 30. November, da die Kündigung dem Versicherer spätestens einen Monat vor Ablauf vorliegen muss.

Kündigung nach Prämienerhöhung

Sonderkündigung:

Wenn die Assekuranz im Laufe des Jahres die Prämien erhöht, können Autobesitzer ein Sonderkündigungsrecht in Anspruch nehmen.

Der bestehende Vertrag kann in diesem Fall innerhalb eines Monats ab Erhalt der Mitteilung schriftlich gekündigt werden.

Kündigung nach Fahrzeugwechsel

Sonderkündigung:

Bei einem Wechsel des Fahrzeugs kann man ohne Einhaltung von Kündigungsfristen seine Kfz-Versicherung wechseln.

Eine Mitteilung an den Versicherer genügt. Als Kündigungsdatum wird das Abmeldedatum des Fahrzeugs an der Behörde angeben.

Kündigung nach Schadensfall

Sonderkündigung:

Kommt es zu einem Schadenfall, kann man ebenfalls kündigen - unabhängig davon, ob der Schaden reguliert wurde oder nicht.

Nach erfolgter Schadensregulierung muss man seinen bestehenden Vertrag innerhalb eines Monats schriftlich kündigen.

Außerordentliche Kündigung durch Versicherer

Auch die Versicherungsgesellschaft kann eine außerordentliche Kündigung aussprechen, wenn der Versicherungsnehmer zum Beispiel seinen Beitragszahlungen nicht nachkommt. Nach einer dreimaligen Mahnung kann der Versicherer den Vertrag beenden. Für Versicherungsnehmer kann es dann aber schwierig werden, einen Fortführungsvertrag mit einer anderen Versicherungsgesellschaft abzuschließen, weil diese Kenntnis davon erhält.