Auslandsschutz

Warum ein Auslandsschutz fürs Kfz sinnvoll ist

Auf den Annehmlichkeit und die Flexibilität eines eigenen Autos wollen viele auch im Ausland nicht verzichten – egal, ob es man nun berufsbedingt oder von Urlaubswegen ins Ausland fährt. Doch sollte man dabei auf einen hinreichenden Auslandsschutz achten, sonst drohen böse Überraschungen.

Mallorca-Police© Lolly / Fotolia.com

Eine sinnvolle Ergänzung zur Kfz-Haftpflichtversicherung ist eine Schutzpolice fürs Ausland. In anderen Ländern sind die Versicherungsleistungen im Allgemeinen längst nicht so gut wie in Deutschland. Kosten für Gutachter oder Mietwagen werden meist auch nicht übernommen. Um vor bösen Überraschungen geschützt zu sein, ist ein Auslandsschutz für Versicherungsnehmer sinnvoll. Damit können Autofahrer Schäden nach einem nicht selbstverschuldeten Unfall im Ausland beim eigenen Versicherer geltend machen. Diese Schutzpolice kann bei jeder Versicherung vereinbart werden.

Auslandsschutz mit grüner Karte

Grundlage für den Auslandsschutz ist die sogenannte "grüne Versicherungskarte", die außerhalb Deutschlands gilt und für eine Frist von zwei Jahren ohne Mehrkosten zur Verfügung gestellt wird. Auch wenn man von der Versicherungsgesellschaft einen solchen Auslandsschutz erhalten hat, gültig wird die Karte erst, wenn der Versicherungsnehmer die Karte unterzeichnet. Die "grüne Versicherungskarte" im Ausland entspricht genau dem Schutz, den der Versicherungsgeber dem Kunden auch für das Inland gewährleistet. Darin enthalten ist neben der verpflichtenden Kfz-Haftpflichtversicherung üblicherweise auch eine der beiden Kaskoversicherungen beziehungsweise die Kfz-Unfallversicherung.

Tipps für den Auslandsschutz

Die grüne Karte gilt als Versicherungsschutz für den gesamten europäischen Raum, inklusive Madeira, den Azoren und den Kanaren, sowie den außereuropäischen Anrainerstaaten des Mittelmeeres. Der Auslandsschutz umfasst mindestens die Deckungssummer, die in Deutschland vereinbart wird – in Einzelfällen kann für konkrete Länder auch mehr vereinbart werden.

Bevor Autofahrer mit dem eigenen Auto eine Auslandsreise antreten, wird empfohlen, sich nach den Bestimmungen zur Unfallaufklärung im jeweiligen Land zu erkundigen. Hier kann es - kulturell bedingt - zu Unterschieden kommen. Auslandsschutz heißt jedoch auch, sich rechtlich abzusichern. Eine Verkehrsrechtsschutzversicherung für Reisen mit dem eigenen PKW ist deshalb empfehlenswert - diese gilt weltweit.

Auslandsschutz über Automobilclubs

Ein Police zum Auslandsschutz wird generell von allen Automobilclubs in Deutschland, Österreich und der Schweiz angeboten. Diese können zusätzlich die Übernahme von Hotelübernachtungen im Rahmen von Unfällen, Rückführungen beschädigter Fahrzeuge in das Ursprungsland des Halters wie auch die schnelle Übermittlung von Bargeld im Ernstfall beinhalten.