Kfz-Versicherung

Wie wirkt sich eine Vertragsunterbrechung aus?

In der Regel bieten alle Versicherer die Möglichkeit, einen Kfz-Versicherungsvertrag für eine Weile zu unterbrechen – wenn man beispielsweise einige Zeit ins Ausland fährt und sein Fahrzeug stilllegt. Doch wie wirkt sich eine Vertragsunterbrechung für Autobesitzer aus?

Gebrauchtwagen© svort / Fotolia.com

In manchen Situationen kann es notwendig sein, eine Vertragsunterbrechung bei der Kfz-Versicherung vorzunehmen. Versicherer und Fahrzeughalter können also vereinbaren, den bestehenden Vertrag für ein Auto für eine bestimmte Zeitspanne ruhen zu lassen. Der Versicherungsvertrag wird hierbei nicht aufgelöst, es können während des vereinbarten Zeitraumes jedoch keine Schadensansprüche gestellt werden. Während dieser Zeit muss der Versicherungsnehmer natürlich auch keine Beitragszahlungen leisten.

Wann eine Vertragsunterbrechung Sinn macht

Sinn macht eine Vertragsunterbrechung beispielsweise, wenn man einen längeren Auslandsaufenthalt plant und sein Auto während dieser Zeit stilllegen möchte. So könnten Studenten etwa während ihres Auslandsemesters die Kosten für die Kfz-Versicherung sparen. Auch wer berufsbedingt längere Zeit ins Ausland geht, kann von dieser Regelung profitieren. Denn nach Rückkehr kann man seine bestehende Versicherung nahezu unverändert wieder aufnehmen. Auch der Schadensfreiheitsrabatt kann unter Umständen ganz unberührt weitergeführt werden. Allerdings kann diese von Versicherer zu Versicherer verschieden sein.

Zurückstufung bei Vertragsunterbrechung möglich

Versicherungen definieren üblicherweise eine Aussetzung des Versicherungsvertrages von unter einem halben Jahr nicht als Vertragsunterbrechung. Das heißt, die Versicherer haben hier einen Kulanzbereich. Eine Rückstufung der Schadensfreiheitsklasse ist dann meist nicht zu befürchten. Bei einer längeren Vertragsunterbrechung, gibt es bei den Versicherern unterschiedliche Regelungen. Im besten Fall wird nur die Hochstufung in die nächste Schadensfreiheitsklasse ausgesetzt, im schlimmsten Fall droht dem Autofahrer die Rückstufung des Schadensfreiheitsrabatts. Diese Bestimmungen variieren bei den Versicherern.