Versicherungsbetrug

Kfz-Versicherungsbetrug ist kein Kavaliersdelikt

So manch einer glaubt, bei harmlosen Schäden am Auto oder Unfällen ein bisschen zu schummeln oder Tatsachen zu verdrehen, macht doch nichts. Doch Versicherungsbetrug ist kein Kavaliersdelikt und wird hart geahndet. In manchen Fällen droht sogar eine Strafanzeige.

KFZ-Versicherung© h_lunke / Fotolia.com

Schäden wie Blechbeulen oder Lackkratzer am Auto sind ärgerlich, ohne Frage. Doch wer versucht, mit falschen Schadensangaben oder überhöhten Rechnungen auf unberechtigte Weise an Geld von der Versicherung zu kommen, macht sich strafbar. Versicherungsbetrug war noch nie ein Kavaliersdelikt und wird meist hart bestraft. Außer der sofortigen fristlosen Kündigung der Versicherung, kann sogar eine Strafanzeige drohen.

Versicherer können Anträge nach Versicherungsbetrug ablehnen

Mehr noch. Wer von einer Versicherungsgesellschaft erwischt und aus diesem Grund gekündigt wurde, hat es anschließend in der Regel schwer bei einem anderen Kfz-Anbieter einen Vertrag zu bekommen. Die Gesellschaften führen eine "Schwarze Liste", die so genannte Malusdatei, in der Informationen über Kunden gespeichert sind. Versicherer können damit die Angaben des Antragstellers überprüfen und Anträge wegen versuchter Täuschung beim Vorversicherer ablehnen. Dennoch lassen sich einige Autofahrer immer wieder neue Tricks einfallen.

Versicherungsbetrug führt zu höheren Beiträgen

Der Versicherungsbetrug blüht besonders im Hinblick auf Autounfälle auf, wenn Versicherungsnehmer versuchen anstatt des tatsächlichen Restwertes den vollen Wiederbeschaffungswert zu erhalten. Die Versicherungsgesellschaften verlieren durch Geld, das sie für berechtigte Ansprüche nicht mehr ohne weiteres zur Verfügung haben. Um die Kosten zu decken, erhöhen die Versicherungsgesellschaften die Beiträge. Darunter haben dann alle Versicherten zu leiden. Versicherungsbetrug zahlt sich letztendlich also nicht aus.