Erste Maßnahmen

Was bei einem Unfall zu tun ist

Leider lässt es sich nicht vermeiden, dass es im täglichen Straßenverkehr doch mal knallt. Viele stehen sich dann ratlos gegenüber und wissen nicht, wie mit der Situation umzugehen ist. Hier lesen Sie, was genau direkt vor Ort zu erledigen ist.

AutounfallWenn es geknallt hat, sollte man ruhig bleiben und überlegt handeln. Bei kleineren Schäden kann der Unfall zwar auch ohne Polizei abgewickelt werden. In vielen Fällen empfiehlt es sich aber, die Ordnungshüter zu rufen.© Dan Race / Fotolia.com

Linden (red) - Der Unfallhergang wird mithilfe eines Unfallberichts festgehalten und wird von den beteiligten Parteien ausgefüllt. Wird die Polizei hinzugerufen, übernimmt auch diese das Erstellen des Berichtes. Der Unfallbericht enthält eine möglichst genaue und korrekte Schilderung des Unfalles.

Unfallhergang muss festgehalten werden

Der Unfallbericht ist nicht als Schuldzuweisung zu verstehen und muss in jedem Fall angefertigt werden, da auf diesen in vielen Fällen von Versicherung, möglichen Gutachtern, und eventuellen Richtern zurückgegriffen wird, um sich ein Bild vom Unfallhergang zu machen. Aus diesem Grund sollte man darauf achten, alles möglichst sachlich zu schildern. Dies erreicht man am Besten durch die Rückbesinnung auf die sechs W-Fragen.

  • Was genau ist passiert?
  • Wann passierte der Unfall?
  • Wo genau passierte er?
  • Wie kam es dazu?
  • Wer ist daran beteiligt?
  • Wie viele Verletzte?

Die Meldung des Unfalls

In der Regel ruft man bei einem Unfall die Polizei zur Hilfe. Dies ist jedoch nicht verpflichtend, es sei denn bei dem Unfall sind Personen zu Schaden gekommen. Auch zu empfehlen ist der Anruf bei der Polizei, wenn der Unfall ohne Zeugen geschah, oder niemand am Unfall schuld sein möchte, sodass die Polizei eine Schuldzuweisung vornehmen kann.

Wer die Unfallmeldung absetzt ist egal, in der Regel ist es jedoch einer der Beteiligten am Unfall. Besonders für die Versicherung kann die Unfallmeldung von Belang sein, weswegen immer eine Kopie der Unfallmeldung mit eingeschickt wird.

Was, wenn es nur ein Blechschaden ist?

Der sogenannte Bagatellschaden meint einen kleineren Sachschaden, ohne dass Personen zu Schaden gekommen sind. Dies sind die häufigsten Unfälle, die von Versicherungen bearbeitet werden müssen. Auch wenn der Schaden nur klein ist, sollte man trotzdem alle oben genannten Schritte und Maßnahmen unternehmen, um späteren Ärger zu vermeiden.

Und wer ist schuld?

Damit die Versicherung ihrer Leistungspflicht nachkommen kann, muss die Schuldfrage geklärt sein. Bei den meisten Unfällen ist die Frage nach der Schuld einfach zu klären, wenn beispielsweise die Vorfahrt genommen wurde. Trotzdem sollte man alles genauestens dokumentieren, damit es nicht später doch zu einem Streit kommt – aus diesem Grund ist es auch immer gut, die Polizei dazuzurufen.

Kann man die Schuldfrage nicht eindeutig klären, ist hingegen immer die Polizei hinzuzurufen. Auch auf mündliche Schuldeingeständnisse sollte man sich nicht verlassen. Schließlich geht für den (vermeintlichen) Unfallverursacher aus dem Unfall auch ein Nachteil hervor, da er in eine teurere Schadensfreiheitsklasse eingestuft wird.

Wenn der Wagen zum Unfallfahrzeug wird

Ein Auto ist dann als Unfallfahrzeug zu bezeichnen, sobald es irgendeinen Schaden genommen hat, der über einen kleinen Kratzer oder Bagatellschaden hinausgeht. Auch ist es egal, ob das Fahrzeug wieder hergerichtet werden kann oder nicht – Unfallwagen ist Unfallwagen.

Einen Unfallwagen zu verkaufen ist logischerweise schwerer, als ein unfallfreies Auto. Allerdings kommt es für dieses Vorhaben auch darauf an, ob es nur eine Delle ist oder ein vom Gutachter festgestellter Totalschaden. Im Kaufvertrag angeben sollte man aber möglichst alle bekannten Schäden.