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Sonderkündigungsrecht in der Kfz-Versicherung

Versicherungsverträge sind für viele Menschen ein Graus. Mit Schrecken denken viele an Verträge, an die sie gebunden sind und aus denen man scheinbar nicht herauskommen kann. Doch dafür gibt es das Sonderkündigungsrecht. Das Sonderkündigungsrecht schützt Verbraucher beispielsweise vor Beitragserhöhungen und Änderungen der Vertragsbedingungen. Auch Autofahrer haben bei ihrer Kfz-Versicherung ein Sonderkündigungsrecht.

Generell ist es so, dass man seine Kfz-Versicherung zum Ende eines jeden Jahres kündigen kann. Die Kündigung muss das Versicherungsunternehmen spätestens am 30. November erhalten haben. Wer den Stichtag nun aber verpasst hat, hat doch noch eine zweite Chance, aus dem Vertrag aussteigen. Ändern sich beispielsweise Vertragsinhalte, denen der Versicherungsnehmer zustimmen müsste, greift ein Sonderkündigungsrecht. Was bedeutet das im Detail?

Sonderkündigungsrecht bei Beitragserhöhung

Einer der häufigsten Gründe für das Sonderkündigungsrecht sind Beitragserhöhungen zur Police. Erhöht sich die Prämie, haben Versicherungsnehmer das Recht auf eine außerordentliche Kündigung des Vertrages, denn sie sind nicht gezwungen, diese vertraglichen Änderungen hinzunehmen. Nach Erhalt der Beitragserhöhung haben Versicherte vier Wochen lang Zeit, ihr Sonderkündigungsrecht geltend zu machen und somit die Versicherung kündigen. Erhält man die Rechnung zum Beispiel erst am 15. November, kann man seine Versicherung auch noch über den 30. November hinaus bis zu 15. Dezember kündigen.

AutounfallNach einem Schadenfalls haben Autobesitzer ein Sonderkündigungsrecht.

Das Sonderkündigungsrecht kann nicht geltend gemacht werden, erfolgt die Beitragserhöhung in Folge eines Schadensfalls. Auch wenn sich nach einem Umzug die Regionalklasse ändert, kann man seinen Vertrag nicht vorzeitig kündigen. Wird die Regionalklasse jedoch hoch gestuft und zieht eine Beitragserhöhung nach sich, dann kann man sehr wohl von einem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen. Die Einteilung der Regionalklassen wird einmal im Jahr vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft vorgenommen. Die Versicherungen folgen diesen Vorgaben zumeist.

Sonderkündigungsrecht bei Kürzung der Leistung

Neben der Sonderkündigung nach Beitragserhöhungen gibt es noch andere Gründe, warum man seinen Vertrag außerordentlich kündigen kann. Ein Fall für das Sonderkündigungsrecht wäre zum Beispiel auch eine Änderung im Leistungsumfang der Versicherung. Werden bestimmte Leistungen ausgeschlossen oder werden die Leistung gekürzt, so hat man auch hier einen Monat Zeit, um ein Sonderkündigungsrecht geltend zu machen und die Versicherung zu wechseln. Auch bei versteckten Beitragserhöhungen gibt es ein Sonderkündigungsrecht. Das ist beispielsweise der Fall, wenn der Beitrag wegen einer besseren Schadensfreiheitsklasse nicht steigt, obwohl das Fahrzeug in eine ungünstigere Regional- oder Typenklasse eingestuft wird.

Sonderkündigungsrecht nach Schadensfall

Nach einem Schadensfall haben Versicherte ebenfalls ein Sonderkündigungsrecht. Dafür spielt es keine Rolle, ob die Versicherungsgesellschaft den Schaden reguliert hat oder nicht. Eine Regulierung ist auch dann erfolgt, wenn die Assekuranz die Schadensersatzansprüche abwehrt. Im Anschluss an die Regulierung, haben Versicherungsnehmer ebenfalls einen Monat lang Zeit, die Versicherung zu kündigen. Die meisten Autofahrer machen nach einem Schadensfall vom Sonderkündigungsrecht Gebrauch, weil die Einstufung in eine schlechtere Schadensfreiheitsklasse droht. Auch nach einem Fahrzeugwechsel, kann man sein Sonderkündigungsrecht nutzen.

Kündigung nach Prämienerhöhung

Sonderkündigung:

Wenn sich die Prämien zur Versicherung erhöhen, kann man ein Sonderkündigungsrecht in Anspruch nehmen.

Der bestehende Vertrag kann in diesem Fall innerhalb eines Monats ab Erhalt der Mitteilung schriftlich gekündigt werden.

Kündigung nach Fahrzeugwechsel

Sonderkündigung:

Bei einem Fahrzeugwechsel kann man ohne Einhaltung von Kündigungsfristen seine Kfz-Versicherung wechseln.

Eine Mitteilung an den Versicherer genügt. Als Kündigungsdatum wird das Abmeldedatum des Fahrzeugs angeben.

Kündigung nach Schadensfall

Sonderkündigung:

Im Falle eines Schadens können Autobesitzer ebenfalls kündigen. Ob der Schaden reguliert wurde oder nicht, spielt keine Rolle.

Der bestehende Vertrag muss innerhalb eines Monats nach erfolgter Schandenregelierung gekündigt werden.

Neue Versicherung abschließen vor Kündigung

Bevor man bei seiner alten Versicherung kündigt, sollte man schon einen neuen Vertrag unter Dach und Fach haben – damit man nicht plötzlich ohne Versicherung dasteht. Eine Haftpflicht dürfen Kfz-Anbieter zwar nicht verwehren, anders sieht es aber bei der Teil- und Vollkasko aus. Eine preiswerte und passende Autoversicherung, finden Sie mit unserem Kfz-Versicherungsvergleich. Der Rechner ermittelt anhand Ihrer Vorgaben in kürzester Zeit die passenden Angebote. Sie können die Tarife übersichtlich vergleichen und Ihre neue Versicherung direkt online abschließen. Behalten Sie dabei nicht nur die Preise im Blick. Die preiswerteste Versicherung ist nichts wert, wenn Leistungen und Service nicht stimmen.