Anschnallpflicht
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Die Anschnallpflicht stieß zunächst auf Widerstand

Eine gesetzlich verankerte und geregelte Anschnallpflicht für Personen auf den Vordersitzen im PKW gibt es seit 1974. Sie kam zuerst nicht besonders gut an, heute sehen die meisten jedoch, dass das Anschnallen eher schützt als behindert.

In Deutschland sind alle Insassen eines PKWs dazu verpflichtet, sich anzuschnallen. Die Anschnallpflicht wurde erst relativ spät eingeführt und unterschied sich zeitweise sogar zwischen den Sitzen vorne und hinten im PKW.

Die Anschnallpflicht kam in zwei Etappen

Eine gesetzlich verankerte und geregelte Anschnallpflicht für Personen auf den Vordersitzen im PKW gibt es seit 1974. Erst fünf Jahre später wurde diese Pflicht auch für alle anderen Insassen eingeführt, also auch für Mitfahrer auf der Rücksitzbank. Die Begeisterung hielt sich in der deutschen Bevölkerung zunächst sehr in Grenzen. Zu viele hatten Angst vor einer Fesselung im eigenen Auto. Nur schwer konnte man die Menschen unter anderem mit Werbespots vom Nutzen der Pflicht überzeugen. Seit 1999 gibt es die Anschnallpflicht auch in Reisebussen. Linienbusse sind hiervon noch nicht betroffen, aber auch dort wird eine gesetzliche Regelung angestrebt.

Welche Folgen hat das Ignorieren der Anschnallpflicht?

Der Fahrer des Autos hat immer Sorge dafür zu tragen, dass alle Insassen ordnungsgemäß angeschnallt sind. Eine Missachtung der Regel soll durch Verkehrskontrollen eingedämmt werden und wird in der Regel mit einem Verwarngeld bestraft. Ist man in einen Unfall involviert, kann das Ignorieren der Anschnallpflicht finanzielle Folgen haben, auch wenn man gar nicht der Verursacher des Unfalles war. Die Kfz-Haftpflichtversicherung des Verursachers kann zum Beispiel Schmerzensgeldansprüche extrem absenken, wenn der Geschädigte der Anschnallpflicht nicht nachgekommen ist.

Anschnallen sollte selbstverständlich sein

Im Hinblick auf die Sicherheit beim Fahren sollte das Anschnallen für jeden allerdings eine gewisse Selbstverständlichkeit sein. Viele Autos warnen mittlerweile auch mit optischen oder akustischen Signalen, falls der Fahrer nicht angeschnallt sein sollte.