Auto-Versicherungsklasse
Autoversicherungsklassen© Nevermore / Fotolia.com

Was verbirgt sich hinter den Auto-Versicherungsklassen?

Je nach Region und Typ des zugelassenen Fahrzeugs ergeben sich auch unterschiedliche Klassen zur Autoversicherung, die die Höhe der Prämien beeinflussen. Was man über Auto-Versicherungsklassen wissen sollte.

Fahrzeuge werden in drei unterschiedliche Klassen eingeteilt, den Auto-Versicherungsklassen. Das ist wichtig zu wissen, denn auf diesen basieren auch die Beiträge zur Kfz-Versicherung. Zur Berechnung der Prämien werden die Typenklasse, die Regionalklasse und die Schadensfreiheitsklasse herangezogen. Was verbirgt sich hinter den einzelnen Posten?

Die Typenklasse des Kfz

An die Typenklasse müssen sich alle Versicherungen gleichermaßen halten. Sie unterteilt die einzelnen Autos zum einem nach ihrem Typ in Kleinwagen, Mittelklasse- oder Oberklasse-Fahrzeug. Des Weiteren werden die Fahrzeuge nach ihrer Beliebtheit, ihrem Wiederverkaufswert und ihrem Diebstahlrisikos in verschiedene Stufen eingeteilt. Diese verschiedenen Klassifizierungen werden durch den Bundesverband des Versicherungswesens jedes Jahr neu erstellt und richten sich nach verschiedenen Statistiken. So kommt es beispielsweise zustande, dass ein Golf GTI teurer in der Versicherung ist als ein VW Lupo.

Die Regionalklasse des Kfz

Die zweite Gruppierung der Auto-Versicherungsklassen sind die Regionalklassen. Die Einteilung ist unter anderem von der Bevölkerungszahl, der Unfallstatistik, der Anzahl der zugelassenen Fahrzeuge und dem Zustand der Straßen abhängig. Die Regionalklasse ist meist umso höher, je größer die Stadt ist. Aufgrund des dichteren Verkehrs liegt die Unfallwahrscheinlichkeit in Städten erheblich höher als auf dem Land. Zudem ist der durchschnittliche Verdienst in den Großstädten höher als in den ländlichen Regionen. Eine Ausnahme machen die Versicherer für Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst. Sie bekommen in der jeweiligen Regionalklasse einen bestimmten Rabatt.

Die Schadenfreiheitsklasse

Mit die wichtigste Gruppe in den Auto-Versicherungsklassen ist die Schadenfreiheitsklasse. In der Klasse wird berücksichtigt, wie lange ein Autofahrer ohne Unfall beziehungsweise Schaden geblieben ist. Das funktioniert so: Ein junger Mensch, der zum ersten Mal ein Auto bei der Versicherung anmeldet, wird in die Schadenfreiheitsklasse 0 eingestuft und fängt mit 175 Prozent der Grundversicherungssumme an. Bereits nach einem halben Jahr wird er in der Schadenfreiheitsklasse 1 hochgestuft und muss nur noch 115 Prozent des Grundbeitrags zahlen, sofern er keinen Unfall hatte. Dies ist der größte prozentuale Sprung, denn die nächsten Abstufungen gehen wesentlich langsamer voran. Die Schadenfreiheitsklasse wird durch den Bundesverband des Versicherungswesens vorgeschrieben, ist bei allen Versicherungen also gleich. Bei einem Wechsel der Kfz-Versicherung bleibt die Schadenfreiheitsklasse somit erhalten. Eine Rückstufung droht jedoch im Falle eines Unfalls.

Wechseln Sie jetzt Ihre Autoversicherung!Finden Sie die besten Angebote aus über 240 Tarifen