Bußgeld im Ausland
Bußgeld im Ausland© Riccardo Arata / Fotolia.com

Ein Bußgeld im Ausland kann teuer werden

Ob Knöllchen wegen Falschparkens oder überhöhte Geschwindigkeit: Verkehrsverstöße im Ausland werden mit hohen Bußgeldern geahntet. Nicht selten sind die Bußgelder im Ausland sogar um einges höher als in Deutschland.

Mit dem eigenen PKW ins Ausland fahren ist heute so unkompliziert wie nie, innerhalb der EU sind nicht einmal mehr Passkontrollen notwendig. Viele Autofahrer entscheiden sich daher dafür, Reisen über die Grenze mit dem eigenen Auto anzutreten. So ist man auch im Ausland flexibel und unabhängig von Mietwagen oder den Nahverkehrsangeboten vor Ort.

Verkehrsverstöße werden mit Bußgeldern geahndet

Allerdings muss man natürlich die fremden Gesetze und Regelungen auf den Straßen der europäischen Nachbarn beachten. Ein Bußgeld im Ausland kann genauso schnell verhängt werden wie in Deutschland und Unwissenheit schützt nicht vor Strafe. Seit 2010 können Bußgelder aus einem EU-Land auch in Deutschland eingefordert werden und genießen dabei Unterstützung durch die deutsche Justiz. Hinzu kommt, dass Verstöße im ausländischen Straßenverkehr teils strenger geahndet werden und ein Bußgeld im Ausland höher ausfallen kann.

Was ist bei einem Bußgeld im Ausland zu beachten?

Wer im Urlaub bei einem Verstoß im Straßenverkehr erwischt wird, muss damit rechnen, auch daheim dafür belangt zu werden. Fast alle 27 Mitgliedsstaaten der EU beteiligen sich an einem Abkommen, dass die Rückverfolgung von Bußgeldern bis ins Heimatland ermöglicht. Vollstreckbar wird ein Bußgeld im Ausland erst ab 70 Euro, wobei auch Verfahrenskosten berücksichtigt werden müssen. Diese können teils höher ausfallen als der eigentliche Strafzettel. Tröstlich: Das deutsche Punktesystem greift nur in Deutschland. Ein Führerscheinverlust droht also bei einem Verkehrsverstoß im Ausland nicht.