Bußgeldkatalog
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Bußgeldkatalog: Was Verkehrsverstöße kosten

Eine Geschwindigkeitsübertretung, Falschparken, Alkohol am Steuer oder das Überfahren einer roten Ampel: Der Bußgeldkatalog legt fest, welche Bußgelder oder Strafen bei Verkehrsverstößen zu erwarten sind.

Der Gesetzgeber hat ganz klare Regeln für das Führen von Kraftfahrzeugen aufgestellt. Anschnallpflicht, Lichtpflicht, Handyverbote, Überholverbote, Parkverbote und Geschwindigkeitsbegrenzungen sind nur einige der wenigen Dinge, die geahndet werden können.

Was steht im Bußgeldkatalog

Im Bußgeldkatalog ist festgehalten, welche Strafe für welches Vergehen zu erwarten ist bzw. eintritt. Er regelt, je nach Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung, die Höhe der Geldbußen oder die Länge des Fahrerlaubnisentzugs. Der offizielle und amtliche Begriff für das "Sündenregister" lautet übrigens Bußgeldkatalog-Verordnung (BkatV).

Nicht alle Verstöße sind gleich schlimm

Im Bußgeldkatalog wird zwischen Verwarnung und Ordnungswidrigkeit unterschieden, denn nicht alle Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung sind gleich zu werten. Bei leichten Vergehen, wie etwa einer kleinen Überschreitung der Geschwindigkeit, bei dem eine Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer nicht eindeutig erkennbar ist, werden Verwarnungen oder relativ geringe Geldbußen ausgesprochen. Verstößt der Autofahrer gegen geltendes Recht, liegt eine Ordnungswidrigkeit vor, die unterschiedlich hart geahndet werden kann.

Bußgeldkatalog für jeden einsehbar

Wie schwer ein Verstoß zu werten ist und welche Strafen laut dem Katalog auf den Fahrer zukommen, hängt von verschiedenen Einflüssen ab und ist in sogenannten Regelwerken hinterlegt. Diese sind für jeden Bürger in städtischen Einrichtungen und im Internet einsehbar. Der Bußgeldkatalog stellt insgesamt betrachtet eine Zusammenfassung von unterschiedlichen Vergehen und deren Bestrafung dar.

Neues Punktesystem ab 2014

Zum 1. Mai 2014 tritt eine grundlegende Neuregelung des Punktesystems in Kraft. Verkehrsverstöße sollen dadurch gerechter geahntet werden. So führen künftig nur noch Verkehrsverstöße ab einer Geldbuße von 60 Euro zu Punkten. Taten, die keine unmittelbare Bedeutung für die Verkehrssicherheit haben, werden zwar auch weiterhin mit einem Bußgeld geahndet, aber nicht mehr eingetragen. Verstöße gegen Umweltzonen oder Sonntagsfahrverbote beispielsweise werden nicht mehr aufgelistet und bleiben unabhängig von der Bußgeldhöhe ohne Punkte.

Vehkehrsverstöße werden zudem nicht mehr mit Punktwerten von eins bis sieben geahndet, Autofahrer bekommen für einen Verkehrsverstoß nur noch bis zu drei Punkte auferlegt. Gleichzeitig sinkt aber die Punktegrenze von 18 auf acht. Anders als bisher verjährt außerdem jeder Verstoß für sich selbst.

Bußgeldkatalog Die Infografik gibt einen Überblick über das neue Punktesystem und die Bußgelder, die ab dem 1. Mai 2014 gelten.© ADAC