Elektronische Versicherungsbestätigung
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Elektronische Versicherungsbestätigung: Was ist das eigentlich?

Die elektronische Versicherungsbestätigung ist ein Nachweis dafür, dass der Fahrzeughalter für seinen PKW eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen hat und somit im Falle eines Unfalls versichert ist.

Für die Zulassung eines Fahrzeuges ist diese Versicherungsbestätigung zwingend notwendig, sonst bekommt man keine Zulassung. Liegt der Versicherungsvertrag noch nicht vor, springt die elektronische Versicherungsbestätigung ein. Üblicherweise vergehen nach Vertragsabschluss mit der Versicherung einige Wochen, bevor die Angaben des Versicherungsnehmers entsprechend in den Datenbestand der Versicherungsfirma eingepflegt werden und ihm der Versicherungsschein zugesandt wird. Möchte der Versicherungsnehmer unmittelbar nach Vertragsabschluss (meist am selben Tag) die Zulassung seines Autos vornehmen, muss ihm die Versicherung eine "vorläufige Deckung" gewähren.

Vorläufige Deckung umfasst nur Haftpflicht

Rein rechtlich gesehen ist eine "vorläufige Deckung" ein Versicherungsvertrag, der nichts mit dem späteren Versicherungsschutz zu tun hat und an dem Tag ausläuft, an dem der Versicherungsschein in Kraft tritt. Üblicherweise umfasst die vorläufige Deckung daher nur die Haftpflichtversicherung, ohne die eine Teilnahme am Straßenverkehr nicht erlaubt wäre – und ohne die ein Kfz-Halter auch keine Kfz-Kennzeichen ausgehändigt bekäme. Die Versicherungsbestätigung belegt, dass Versicherer und Kunde einen Vertrag eingehen wollen. Manch einem Autofahrer ist sicherlich auch noch der Begriff Doppelkarte oder Deckungskarte ein Begriff.

Wofür die Doppelkarte gebraucht wurde

Die Doppelkarte bzw. Versicherungsbestätigungskarte wurde im Jahre 1950 eingeführt. Sie war bis zur Umstrukturierung im Jahre 2008 fester Bestandteil bei der Erstanmeldung eines Fahrzeugs sowie bei der Wiederzulassung des Fahrzeugs nach einer Stilllegung. Des Weiteren musste jeder Halterwechsel mit der Versicherungsbestätigungskarte bei der zuständigen Straßenverkehrsbehörde angezeigt werden. Besonders auch bei einem Umzug in einen anderen Verwaltungsbezirk, in dem das Kennzeichen gewechselt werden muss, und bei Verlust des Kennzeichens musste eine neue Versicherungsbestätigungskarte ausgefüllt werden.

Wechsel von Papier- zur elektronischen Karte

Im Jahre 2008 wurde das System eine elektronische Bestätigung abgelöst. Die hohe und sichere Computerisierung ermöglichte einen einfacheren und schnelleren Datenaustausch zwischen den Versicherern und der Zulassungsstelle. Durch eine elektronische Versicherungsbestätigung fallen Papiere weg und somit nicht nur Geld, sondern auch Zeit gespart.

Die elektronische Versicherungsbestätigung

Wer jetzt ein Fahrzeug anmelden möchte, bekommt von seinem Versicherungsunternehmen nur noch eine siebenstellige Bestätigungsnummer, die der Versicherte nur noch bei der Straßenzulassungsbehörde vorlegen muss. Mit dieser Nummer kann die Zulassungsbehörde sämtliche erforderlichen Daten abrufen und das Fahrzeug zulassen.Per Telefon oder Mail kann der Versicherer dem Versicherten die Versicherungsnummer mitteilen, durch die elektronische Versicherungsbestätigung reicht es aus, diese Nummer bei der Zulassungsstelle anzugeben. Schnell sind die Daten abgeglichen, und Doppelkarte, Deckungskarte und weitere Formen der schriftlichen Kommunikation sind überflüssig.

Elektronische Versicherungsbestätigung hat nur vorläufigen Charakter

Die elektronische Versicherungsbestätigung hat sich in den letzten Jahren durchgesetzt und hat Vorteile für alle. Der Versicherte kann durch die elektronische Versicherungsbestätigung ein Fahrzeug nahezu von einem auf den anderen Tag bei der Zulassungsstelle anmelden. Doch sollte man sich darum kümmern, die Versicherung dann möglichst bald unter Dach und Fach zu bringen, denn der Schutz durch die elektronische Versicherungsbestätigung ist nur vorläufiger Natur. Durch sie ist man in der Zeit zwischen Zulassung und Versicherungsstart abgesichert.