Fahrerflucht
Fahrerflucht© Daniel Bujack / Fotolia.com

Fahrerflucht: Das unerlaubte Entfernen vom Unfallort

Das unerlaubte Entfernen vom Unfallort wird im Volksmund Fahrerflucht genannt und liegt immer dann vor, wenn es zu einem Sach- oder Personenschaden in Verbindung mit einem anderen Fahrzeug kommt und sich ein Beteiligter danach sofort vom Unfallort entfernt.

Sind nur leichte Blechschäden zu beklagen, oder kann man kleine Schäden auf privatem Wege lösen, ist das Entfernen vom Ort des Geschehens natürlich keine Fahrerflucht. Sich jedoch nach einem Unfall zu entfernen, in der Hoffnung, nicht erkannt zu werden und ungestraft davonzukommen, ist definitiv eine Fahrerflucht und wird auch dementsprechend geahndet.

Fahrerflucht in Folge von Alkohol- und Drogeneinfluss

Die wohl häufigste Ursache, die eine Fahrerflucht auslöst, ist das Fahren unter Einfluss von Alkohol oder anderen Drogen. Jeder, der eine gewisse Menge Alkohol getrunken hat, weiß, dass er am Straßenverkehr eigentlich nicht mehr teilnehmen darf. Fährt man trotzdem Auto und ist in einen Unfall verwickelt, dann weiß man, was auf einen zukommen kann. In der Hoffnung, nicht entdeckt zu werden, werden kleine Lackschäden so schnell wie möglich ausgebessert, Unfallspuren beseitigt. Da es aber bei Unfällen oft Zeugen gibt, und gerade bei einer Fahrerflucht hinterhergeschaut wird, kann der Halter des Wagens durch Zeugen relativ schnell ermittelt werden.

Die schwammigen Grenzen des Begriffes Fahrerflucht

Ebenso denkbar ist eine Fahrerflucht aus einem momentanen Schockzustand heraus. Der Begriff Fahrerflucht beschäftigt immer wieder Gerichte und Anwälte, weil es nicht genau definiert ist, wann eine echte Fahrerflucht vorliegt. Ist man an einem Unfall beteiligt und entfernt sich vor dem Eintreffen der Polizei, aber erst nachdem eventuell Verletzte versorgt werden, dann kann es beispielsweise umstritten sein, ob es sich um eine Fahrerflucht gehandelt hat.