Hybridautos
Hybridauto© Boca / Fotolia.com

Hybridautos: Mit der Kraft der zwei Antriebe

Mehr und mehr Hybridautos kommen auf den Markt, auch wenn die Autos auf deutschen Straßen immer noch Seltenheitswert haben. Wir geben Infos rund um die Autos mit kombiniertem Verbrennungs- und Elektromotor.

Immer mehr Autofahrer fordern sparsamere und umweltfreundlichere Autos. Die stetig steigenden Benzinpreise an den Tankstellen und das wachsende Bewusstsein für eine saubere Umwelt bewegt viele dazu, sich nach Alternativen zu Benzinern und Dieseln umzusehen. Die Rede ist von Hybridautos.

Bei Hybridautos kommt neben einem herkömmlichen Verbrennungsmotor zusätzlich ein neuartiger Elektromotor zum Einsatz. Man spricht daher auch von einem Hybridantrieb oder Hybridmotor. Beide Motoren bieten abhängig von der Fahrsituation ganz spezifische Vorteile, die im Hybridauto vereint werden können. Eine intelligente Computersteuerung steuert dabei den Hybridmotor und schaltet die jeweiligen Antriebe situationsabhängig zu. Entgegen der landläufigen Meinung ist der Hybridantrieb auch keine neue Erfindung. Antriebe, die verschiedene Technologien vereinen, gibt es fast seit Anbeginn der Automobilisierung. Allerdings wurden sie erst in den letzten Jahren populär.

Die Stärken und Schwächen eines Verbrennungsmotors

Der Verbrennungsmotor wurde über die Jahrzehnte immer weiter perfektioniert. Er ist insbesondere bei längeren Fahrten mit relativ konstanter Geschwindigkeit der effizientere Antrieb des Hybridautos. Er bietet hohe Leistungen bei einer großen Reichweite, womit er sich besonders für Autobahnfahrten und die Landstraße eignet. Allerdings verpufft ein Großteil seiner Energie ungenutzt bei niedrigeren und stark schwankenden Geschwindigkeiten. Diese Schwäche macht der Elektromotor beim Hybridauto wett.

Der Elektromotor gibt im Stadtverkehr Gas

Der Elektromotor kann seine Stärken insbesondere im Stadtverkehr ausspielen. In der Stadt wird ein Hybridauto ausschließlich elektrisch und somit völlig abgasfrei angetrieben. Bei einem Fahrzeug, das nur mit einem herkömmlichen Verbrennungsmotor ausgestattet ist, geht die beim Bremsen entstehende Energie vollständig verloren. Bremst hingegen der Fahrer eines Hybridautos sein Fahrzeug ab, wird ein Teil der dabei entstehenden Energie in die Batterie umgeleitet. Diese Energie steht dann für spätere Beschleunigungsvorgänge wieder zur Verfügung. Bei Bedarf schaltet der Hybridmotor automatisch den Verbrennungsmotor zu. Dadurch ist eine maximale Beschleunigung, zum Beispiel bei Überholvorgängen, gewährleistet.

Das erste Serienfahrzeug mit Hybridmotor

Das weltweit erste Hybridauto, das in Serie verkauft wurde, war der Toyota Prius. Der Prius kam in Japan Ende 1997 auf den Markt. Bis er in Europa erschien, vergingen nochmals vier Jahre. Derzeit arbeiten alle großen Fahrzeughersteller an der Serienreife ihrer Hybridautos. Neben Toyota bieten unter anderem BMW, Cadillac, Chevrolet, Ford, Generals Motors GMC, Honda, Lexus, Mazda, Mercedes Benz, Nissan und Peugeot entsprechende Modelle an. In einigen Ländern – so zum Beispiel in der Schweiz – wird der Kauf eines Hybridautos vom Staat subventioniert.

Welche anderen Hybridantriebe gibt es

Neben dieser mittlerweile recht verbreiteten Kombination von Verbrennungs- und Elektromotor gibt es noch andere Hybridantriebsvarianten – beispielsweise Fahrzeuge, die zwei unterschiedliche Kraftstoffe verbrennen können. Sie können sowohl mit herkömmlichen Kraftstoffen wie Benzin und Diesel als auch mit alternativen Kraftstoffen wie zum Beispiel Erdgas oder Pflanzenöl betrieben werden. Zwar verfügen diese Autos auch über einen Hybridantrieb, dennoch werden sie nicht als Hybridfahrzeug bezeichnet. Gleiches gilt für Elektrofahrräder. Diese Fahrräder können mit Muskelkraft und einem Elektromotor angetrieben werden und verfügen damit im weitesten Sinne über einen Hybridantrieb – gleichwohl sind es natürlich keine Hybridfahrzeuge. Abgesehen davon sind weitere Kombinationen von verschiedenen Antriebstechniken möglich und existieren auch am Markt.