KFZ-Steuer
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Wie Kfz-Steuer und CO-Ausstoß zusammenhängen

Kfz-Steuer und CO2-Ausstoß hängen insofern zusammen, als dass bei neueren Zulassungen auf diesen Wert geachtet wird. Je nachdem, wie viel CO2 ein Pkw emittiert, fällt auch die Kfz-Steuer höher oder niedriger aus.

Der CO2-Ausstoß ist in den letzten Jahren eines der wichtigeren Themen im Kfz-Bereich. Er entscheidet über Autoproduktionen, ihn gilt es durch sparsames Fahren einzudämmen und er ist Hintergrund der emissionsbasierten Kfz-Steuer. Die CO2-Emissionen spielen eine große Rolle für das Klima. Da immer mehr Autofahrer auf der Welt CO2 freisetzen, das zuvor in fossilen Brennstoffen gebunden war, und dieses nicht mehr ausreichend von Bäumen und Pflanzen gebunden werden kann, sammelt es sich in der Atmosphäre. Man nimmt an, dass es daher den natürlichen Treibhauseffekt verstärkt.

CO2-Ausstoß im Straßenverkehr

Es gibt mehrere Bestrebungen, den CO2-Ausstoß von Kraftfahrzeugen einzudämmen. Dazu zählt unter anderem auch eine emissionsbasierte Kfz-Steuer. Für alle Pkw, die in der Bundesrepublik seit dem 1. Juli 2009 zugelassen wurden, wird zur Berechnung der für sie entscheidenden Kfz-Steuer nicht nur der Motor-Hubraum, sondern auch der CO2-Wert herangezogen. Für den "Ottomotor" zählt ein Sockelbetrag von zwei Euro, für Dieselmotoren entsprechend 9,50 Euro. Hinzu kommt eine CO2-Pauschale zwei Euro pro Gramm und Kilometer. Seit 2012 sind 110 Gramm pro Kilometer steuerfrei. Ab 2014 werden dann nur noch 95 Gramm pro Kilometer als steuerfrei betrachtet. Die konkreten Beträge der Kfz-Steuer für einzelne Wagen sind bei den Finanzbehörden zu erfragen.

Dieselfahrer zahlen andere Kfz-Steuern

Dass Diesel-Pkws in ihrer Kfz-Steuer befreit oder gefördert werden, kann erst für Fahrzeuge mit einer Erstzulassung ab dem 1. Januar 2011 berücksichtigt werden. Erst dann lässt nämlich das EU-Recht eine solche Förderung zu – und diese gesetzlichen Vorgaben sind verbindlich auch für Kfz-Steuer und andere Zusammenhänge im Kfz-Bereich. Jedoch Ausnahmen kennt auch die Bundesregierung: Stellen Halter von Diesel-Pkws, die ihr Fahrzeug erstmals zwischen dem 1. Juli 2009 und dem 3. Juni 2010 neu zugelassen haben, einen entsprechenden Antrag, werden auch sie mit 150-Euro-Befreiung von der Kfz-Steuer versehen.

Wie man weniger Steuern zahlt

Auf dem Markt gibt es Möglichkeiten, sein Fahrzeug so umzurüsten, dass sich geringere Steuerzahlungen ergeben können. Diese Umrüstung wird hauptsächlich bei Fahrzeugen vorgenommen, die ursprünglich aus Sicht der Kfz-Steuer in die Euro-1-Norm eingestuft wurden. Hier kann eine teils sehr deutliche Einsparung bei der Kfz-Steuer erzielt werden. Beim Ottomotor ist dies der sogenannte Kaltlaufregler, welcher zur Steuerersparnis eingebaut wird. Ebenfalls kann ein alter geregelter Katalysator aus- und ein neuwertiger Katalysator eingebaut werden. Für Dieselfahrzeuge kommen lediglich Austausch- bzw. Upgrade-Katalysatoren zum Einsatz; der Fahrzeugschein erhält nach dem Umbau die entsprechende neue Schadstoffschlüsselnummer. Eine solche Investition rechnet sich üblicherweise nicht nur mit einer auffälligen Ersparnis der Kfz-Steuer, sondern auch mit einer beachtlichen Steigerung des Wiederverkaufswertes.