Lichtpflicht
Abblendlicht© tronixAS / Fotolia.com

Lichtpflicht: Alles, was man wissen muss

Die Lichtpflicht ist eine Vorschrift des Gesetzgebers. Dieser kann festlegen, dass beim Autofahren auch tagsüber das Abblendlicht einzuschalten ist. Wo gibt es de Lichtpflicht und was gilt es zu beachten?

Was ist die Lichtpflicht?

Wird vom Gesetzgeber vorgeschrieben, beim Autofahren auch tagsüber das Abblendlicht einzuschalten, dann wird diese Vorschrift auch Lichtpflicht genannt. Die Lichtpflicht besteht bereits in zahlreichen Ländern; in Europa sind besonders die skandinavischen Länder darunter vertreten. Urlaubsfahrer sollten sich vor Antritt ihrer Reise daher genau darüber informieren, ob die Pflicht im Reiseland besteht, da Verstöße den Fahrer mitunter teuer zu stehen kommen können.

Wo gilt die Lichtpflicht?

Eine Lichtpflicht gibt es mittlerweile in mehr als 20 europäischen Ländern. Wer sich über die Regelung in einem bestimmten Land nicht sicher ist, kann sich unter anderem an den ADAC wenden, der in diesem Fall zuverlässig Auskunft gibt. Zu beachten gilt jedoch nicht nur wo die Vorschrift gilt, sondern auch wann, da einige Länder hier unterscheiden. In Dänemark beispielsweise muss das Licht immer eingeschaltet sein, während das in Italien lediglich außerhalb einer Ortschaft und auf Autobahnen notwendig ist. In Deutschland gibt es bislang keine derartige gesetzliche Verpflichtung, doch es wird dennoch empfohlen, auch tagsüber mit eingeschalteten Scheinwerfern zu fahren. Damit soll vor allem verhindert werden, dass Unfälle auf schattigen Straßen entstehen oder es vergessen wird, das Licht abends zu benutzen.

Standlicht, Abblendlicht, Fernlicht

Das normale Fahrtlicht nennt man Abblendlicht, oftmals wird es mit dem Fernlicht verwechselt. Das Abblendlicht bildet quasi die Mitte zwischen dem Standlicht und dem Fernlicht. Das Standlicht ist eine serienmäßige, sichere Ergänzung zum Abblendlicht. Sollte das Abblendlicht ausfallen, ist immer noch das Standlicht aktiviert. So kann man sicherstellen, dass man auch bei völliger Dunkelheit noch von anderen Verkehrsteilnehmern gesehen wird. Das Fernlicht ist eine besondere Art der Fahrzeugbeleuchtung, die im Normalfall nur außerhalb der geschlossenen Ortschaft eingeschaltet werden darf, wenn durch das Einschalten kein anderes Fahrzeug geblendet oder anderweitig behindert wird. Das Fernlicht darf im Fall einer Gefahr auch innerhalb geschlossener Ortschaften als Lichthupe eingesetzt werden.

Tagfahrlicht

Da das ständige Ein- und Ausschalten die Lebensdauer des Xenon-Leuchtmittels beim Abblend- und Fernlicht zusetzen kann, sind einige Hersteller dazu übergegangen, Autos mit Tagfahrlicht auszustatten. Ein Tagfahrlicht hat meist LED-Leuchtmittel, welche im Gegensatz zu normalen Leuchtmitteln sehr sparsam sind und eine lange Lebensdauer haben. Es hat dieselbe Helligkeit wie das Abblendlicht und einen entscheidenden Vorteil: Das An- und Ausschalten der regulären Scheinwerfer fällt weg, ein Tagfahrlicht ist immer vorhanden und die "echten" Scheinwerfer müssen erst bei Bedarf eingeschaltet werden.

Lichtautomatik

Die automatische Fahrlichtschaltung, die selbstständig das Ein- und Ausschalten der Scheinwerfer bewirkt, bezeichnet man häufig auch als Lichtautomatik. Mithilfe von elektronischen Sensoren nimmt das System die Beleuchtungsverhältnisse an der Außenseite des Fahrzeugs wahr und veranlasst dementsprechend, dass das Licht ein- oder ausgeschaltet wird. Der Lichtsensor dafür befindet sich in aller Regel am oberen Teil der Windschutzscheibe. Nicht selten wird gleichzeitig auch ein Regensensor verbaut, durch den die Steuereinheit auch die Scheibenwischer automatisch verwalten kann.

Wie funktioniert die Lichtautomatik?

Das Ein- und Ausschalten des Abblendlichts bestimmt die Lichtautomatik anhand bestimmter Funktionen, zu denen zunächst der Helligkeitswert zählt. Die lichtempfindlichen Sensoren reagieren bei Dunkelheit, egal ob es sich um eine Fahrt durch einen Tunnel oder eine tatsächliche Nachtfahrt handelt. Das System wird jedoch auch in Kraft gesetzt, sobald eine gewisse Geschwindigkeit erreicht wird, da dann eine gute Sichtbarkeit des Fahrzeugs noch wichtiger ist. Wird bei Regen trotz schlechter Sichtverhältnisse die Helligkeitsgrenze der Lichtsensoren noch nicht unterschritten, sorgt der Regensensor dafür, dass dennoch die Scheinwerfer aktiviert werden. Weil aber ein ständiges Ein- und Ausschalten verhindert werden soll, veranlasst eine zusätzliche Steuerung bei grenzwertigen Verhältnissen die dauerhafte Lichtschaltung.