Malusdatei
KFZ-Versicherung© h_lunke / Fotolia.com

Malusdatei hilft, schwarze Schafe zu entdecken

Die Malusdatei ist eine Datenbank, auf die alle Versicherungsunternehmen zugreifen können und in der verschiedene Daten über die Versicherten vermerkt werden. Sie dient den Versicherern dazu, bei einem Versicherungswechsel die Angaben des Antragstellers überprüfen zu können.

Wozu ist die Malusdatei gut?

Der Begriff "malus" kommt aus dem Lateinischen und bedeutet übersetzt "schlecht". Oft wird die Datenbank auch als "Schwarze Liste" bezeichnet. Die Versicherungsgesellschaften wollen damit quasi die "schwarzen Schafe" deutlich machen. Werden beispielsweise im Antrag für eine Versicherung falsche Angaben gemacht, Schadensfälle etwa verschwiegen, können diese mithilfe der Malusdatei dennoch nachgewiesen und der Antrag wegen der versuchten Täuschung abgelehnt werden. Auch können die Leistungen der Versicherung im Schadensfall verweigert werden oder bei einem späteren Bekanntwerden die Schadenssumme zurückgefordert werden.

Was wird in der Malusdatei gespeichert?

Auf die vom HUK-Verband geführte Malusdatei hat nahezu jeder Versicherer Zugriff. Die Akten, die für Kfz-Versicherungsunternehmen von Belang sind, enthalten neben den Personalien des Fahrzeughalters und dem Eintrag des amtlichen Kennzeichens noch eine Liste sämtlicher Schadensfälle des versicherten Kraftfahrzeugs innerhalb eines Meldejahres. Anhand dieser Information kann sich auch der jährlich zu zahlende Versicherungsbeitrag ändern. Fahrer, die häufig Unfälle verursachen oder die Versicherung anderweitig in Anspruch nehmen, müssen mit einer jährlichen Anhebung der Versicherungsprämie rechnen.