Öko-Auto
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Von Hybrid bis Wasserstoff: Umweltfreundliche Öko-Autos

Das Interesse an Öko-Autos wächst, auch wenn der Markt noch klein ist. Immerhin hat inzwischen fast jeder Hersteller auch umweltfreundliche Autos mit Elektro-, Hybrid oder Wasserstoffautos im Angebot.

Für ein Auto, oder auch Automobil, braucht es keine große Erklärung. Es ist ein motorisiertes Kraftfahrzeug, das der Beförderung von Personen und Sachen dient. Die Geschichte des Automobils beginnt im 19. Jahrhundert. Die Entwicklung der heutigen Autos mit Verbrennungsmotoren geht dabei auf Carl Benz zurück, der 1886 den ersten Motorwagen zum Patent anmeldete.

Seitdem hat das Auto eine rasante Entwicklung vollzogen – bis hin zu den modernen Elektro- und Hybridautos der heutigen Zeit. Vor allem das gestiegene Umweltbewusstsein führte in den letzten Jahren mehr und mehr dazu, dass alternative Antriebe die Fahrzeugentwicklung weiter vorantreiben. Die Öko-Autos sind im Kommen. Wir stellen die Öko-Autos der Zukunft vor - von Elektroautos über Hybridautos bis hin zu Wasserstoffautos.

Was ist ein Hybridauto?

Hybridautos werden von zwei unterschiedlichen Antriebstechniken angetrieben. Bei den Autos kommt zusätzlich zum herkömmlichen Verbrennungsmotor ein neuartiger Elektromotor zum Einsatz. Beide Motorarten haben je nach Fahrsituation spezielle Vorteile. Ein Hybrid-Fahrzeug kann die jeweiligen Vorteile ausnutzen. Es verfügt über eine intelligente Computersteuerung, die situationsabhängig die Motoren regelt. So kommt im Stadtverkehr der Elektromotor verstärkt zum Einsatz, während bei Überlandfahrten auf der Autobahn und Landstraße der Verbrennungsmotor läuft. Der Hybridantrieb ist entgegen der landläufigen Meinung keine neue Erfindung. Antriebe, die verschiedene Technologien vereinen, gibt es seit Anbeginn der Automobilisierung. Allerdings wurden sie erst in den letzten Jahren populär.

Was ist ein Niedrigenergiefahrzeug?

Umweltfreundliche Autos sind einer der großen Trends der letzten Jahre. Dazu zählen auch die so genannten Niedrigenergiefahrzeuge - Autos, deren Treibstoffverbrauch gegenüber normalen Modellen sehr viel geringer ist. Je nachdem, wie niedrig der Bedarf ist, werden die Fahrzeuge auch als Drei-Liter-, Zwei-Liter- oder Ein-Liter-Auto bezeichnet. Generell gilt für die Modelle eine Richtlinie von 120 Gramm CO2 pro Kilometer, im Schnitt haben sie einen Verbrauch von circa fünf Litern auf 100 Kilometer.

Wer sich für ein Niedrigenergiefahrzeugs entscheidet, profitiert von verschiedenen Vergünstigungen. So sind Drei-Liter-Autos beispielsweise vorrübergehend komplett von der Kfz-Steuer befreit. Außerdem lässt sich durch den deutlich geringen Kraftstoffverbrauch viel Geld sparen. Auch der verminderte CO2-Ausstoß spricht für Niedrigenergiefahrzeuge. Sind sie deshalb aber gleich Öko-Autos?

Welches Auto gilt als Öko-Auto?

Der Begriff Öko-Auto lässt sich nur schwer definieren. Grob gesagt, fallen darunter alle Autos, die sich durch einen besonders geringen Kraftstoffverbrauch und niedrige Emissionswerte auszeichnen und daher als umweltschonend gelten. Die Bezeichnung ist jedoch an keine Grenzwerte gebunden und sehr locker interpretierbar. Den Hybridautos wird eine große Zukunft vorausgesagt, weil sie den Verkehr unabhängiger von den fossilen Brennstoffen machen könnten. Doch letztlich können selbst Elektro- und Hybridautos nur als Öko-Autos eingestuft werden, wenn auch ihre Stromversorgung über regenerative Energien sichergestellt ist.

Und was ist mit Wasserstoffautos?

Manche Umweltschützer und Vertreter fortschrittlicher Energien sehen die Zukunft des Straßenverkehrs in einem Mischverhältnis zwischen Elektroautos und dem Wasserstoffauto. Wasserstoffautos werden, wie der Name schon sagt, mit Wasserstoff betrieben. Der ist in unerschöpflichen Mengen vorhanden, ganz im Gegensatz zu Erdöl. Zudem zählt Wasserstoff zu den erneuerbaren Energien und hat überdies einen Nutzungsgehalt von 45 Prozent. Bei Benzin sind es lediglich 25 Prozent. Die Autos sind also sehr viel effizienter. Als "Verbrennungsabfall" entsteht reines Wasser, ganz im Sinne des ökologischen Bewusstseins.

Wasserstoffautos mit Brennstoffzelle

Es gibt zwei Typen von Wasserstoffautos. Die Einen werden durch einen klassischen Verbrennungsmotor angetrieben. Ottomotoren verbrennen hier den Wasserstoff zu Wasser, ansonsten arbeiten sie jedoch wie ein gewöhnlicher Benzinmotor. Darüber hinaus gibt es Wasserstoffautos, die eine Brennstoffzelle nutzen. Wasserstoff und Sauerstoff reagieren hier als chemische Elemente miteinander und erzeugen eine Elektrolyse – der hierbei entstehende Strom treibt das Fahrzeug an. Beide Versionen werden schon genutzt: Verkehrsbetriebe und einzelne Firmenfuhrparks etwa führen solche Wagen.

Autos mit Solarantrieb noch nicht bereit für die Masse

Getüftelt wird derzeit noch an Fahrzeugen mit Solarantrieb, die mithilfe von Kollektoren Sonnenenergie in Antriebsenergie umwandeln können. Dies wäre die umweltfreundlichste Methode der Fortbewegung, allerdings ist die Technik bei weitem noch nicht Marktreif. Noch ist die Kraftübertragung unzureichend, so dass keine großen Geschwindigkeiten erreicht werden. Zwar könnte man durch die Speicherung von Energie auch bei schlechtem Wetter fahren, die Reichweite ist allerdings ebenfalls stark eingeschränkt. Aufgrund der rasanten Weiterentwicklung der Technik ist es aber nicht auszuschließen, dass eines Tages ein Solarauto entwickelt wird, das den Sprung auf den Massenmarkt schafft.