Oldtimer
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Welche Autos gelten als Oldtimer?

Oldtimer sind Sammlerstücke, die für ihre Besitzer eher einen ideellen als finanziellen Wert besitzen. Der Wert eines Oldtimers lässt sich daher nicht durch Zahlen allein beziffern. Doch ab wann gelten Autos als Oldtimer?

Überall rund um den Globus gibt es Liebhaber von Oldtimern, die viel Zeit und Geld in die Erhaltung der meist kostbaren Sammlerstücke stecken - wenn auch viele Oldtimer ihr Dasein in Garagen fristen und nur in den trockenen Sommermonaten bewegt werden.

Wann ist ein Oldtimer ein Oldtimer

Um den Titel Oldtimer tragen dürfen, müssen die Fahrzeuge älter als 20 oder 30 Jahre sein. Automobile jüngeren Alters werden landläufig als Youngtimer bezeichnet. Der Begriff bezieht sich allerdings nicht ausschließlich auf Autos, auch Motorräder oder LKWs älterer Jahrgänge werden als Oldtimer bezeichnet. Das Wort an sich wird so nur in Deutschland verwendet, es handelt sich um ein Pseudoanglizismus. Vor Aufkommen des Begriffs nannte man die alten Fahrzeuge auch Schnauferl, in Anlehnung an das typische Geräusch von Schnüffelventilen, die in den Viertaktmotoren verbaut waren.

Restauration von Oldtimern ist meist aufwendig

Die Restauration eines Oldtimers ist sehr aufwendig, kostspielig und wegen der schwierigen Beschaffung von Ersatzteilen oft mit einem enormen Zeitaufwand verbunden. In Deutschland gibt es eine Vielzahl an Oldtimer-Fans, die sich in Clubs zusammentun und sich speziellen Rennen oder Ausstellungen treffen. Oftmals werden die eigenen Modelle ausgestellt und den strengen Bewertungen anderer Fans ausgesetzt.

Welche Oldtimer-Klassen werden unterschieden?

Oldtimer werden in der Regel nach ihrem technischen Zustand mit einem Notensystem von fünf Stufen klassifiziert. Ein Oldtimer der Klasse eins ist ein frisch restauriertes Modell, das von Grund auf überholt wurde. Hierfür muss wirklich jede Schraube gelockert und jedes Bauteil auf seine Funktionstüchtigkeit hin untersucht worden sein. Die Note zwei entspricht dem Zustand, in dem ein Oldtimer sich befindet, wenn er komplett restauriert und anschließend drei Jahre in pfleglichem Gebrauch gefahren wurde.

Oldtimer erkennt man am "H"

Befindet sich ein Fahrzeug im eindeutig gebrauchten Zustand, wird es mit der Note drei klassifiziert. Ist ein Fahrzeug beispielsweise rostig, wird es höchstens dieser Gruppe zugeordnet. Oldtimer der Gruppe vier besitzen alle Bauteile und einen funktionierenden Motor, sind aber nicht gebrauchstüchtig. Sie gelten als verbraucht. Die Note fünf schließlich wird an Fahrzeuge vergeben, die nur noch als Ersatzteillager dienen. Sie könnten, wenn überhaupt, nur mit einem großen Aufwand restauriert werden. Übrigens sind Oldtimer durch das "H" am Ende des Kfz-Kennzeichens zu erkennen. Der Buschstabe steht für Historisches Fahrzeug.