Quotenregelung
Gefahr Herbst© Kzenon / Fotolia.com

Was ist die Quotenregelung bei Autoversicherungen?

Bis vor ein paar Jahren hieß es noch alles oder nichts. Wer etwa durch das Überfahren einer roten Ampel ein Unfall verursacht hat, verlor seinen Versicherungsschutz. Mit der Quotenregelung hat sich dies geändert. Autofahrer und Assekuranz kommen nun anteilig für den Schaden auf.

In der Vergangenheit ersetzten Kaskoversicherer einen Schaden entweder in voller Höher oder sie zahlten gar nichts. Wer etwa mit seinem Fahrzeug einen Unfall grob fahrlässig herbeiführte, verlor im Regelfall seinen Versicherungsschutz und musste Schäden aus der eigenen Tasche begleichen. Dieses Alles-oder-Nichts-Prinzip war in der in der Praxis aber wenig praktikabel, viele Szenarien stellten sich als deutlich komplexer heraus. Mit dem Versicherungsvertragsgesetz von 2008 wurde diese Regelung aufgehoben und eine so genannte Quotenregelung geschaffen. Diese befindet sich aktuell noch im Aufbau, dürften sich aber nach und nach bei allen Autoversicherern etablieren.

Die Idee der Quotenregelung

Die Quotenregelung sieht vor, dass sich Autoversicherungen anteilig an den Schadenssummen bei einem Autounfall zu beteiligen, je nach Schwere des Verschuldens durch den Versicherungsnehmer beziehungsweise Fahrer. Genauer als früher soll somit auf die individuelle Situation eingegangen werden, die letztlich zu einem Unfall geführt hat. Vom Versicherungsschutz ausgeschlossen ist somit nur noch jeder Versicherungsnehmer, der einen Unfall absichtlich herbeiführt. Bei grob fahrlässigem Handeln darf zumindest auf eine Teilerstattung durch die Versicherung gehofft werden.

Zuzahlung der Versicherung auch bei Fahrlässigkeit

Der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft ist dafür zuständig, eine Richtlinie für alle Autoversicherer zu erarbeiten, nach der sich die anteilige Beteiligung an den Versicherungskosten ergibt. Beispielsweise werden bei einem Unfall mit mehr als 1,1 Promille Alkoholgehalt im Blut des Fahrers weiterhin keine Versicherungsleistungen gezahlt, bei einem Gehalt von 0,5 Promille jedoch wenigstens noch 50 Prozent der Schadenssumme. Wer nach Überfahren einer roten Ampel einen Unfall baut und nachweislich mit ungeeigneter Bereifung unterwegs war, erhält beispielsweise eine Kostenbeteiligung von 25 Prozent. Letztendlich ist aber auch bei der Quotenregelung die individuelle Schadenssituation für die Entscheidung maßgeblich.

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