Radarfalle
Blitzer© lassedesignen / Fotolia.com

Die Radarfalle - der Schrecken aller Autofahrer

Um die Radarfalle hat sich schon eine eigene Kultur entwickelt. Denn während die Polizei immer neue Techniken und Methoden entwickelt, Raser aus dem Verkehr zu ziehen, suchen die Autofahrer stets neue Wege, die Blitzer auszutricksen.

Allseits bekannt sind da natürlich die herkömmlichen Blitzer-Warnungen im Radio. Doch immer mehr Fahrer vertrauen auf die moderne Technik, nutzen Radarwarner im Internet und auf Facebook. Selbst mobile Navis können mittlerweile rechtzeitig vor den Starrenkästen warnen. Und auch für das Smartphone gibt es kleine Programme, die zuverlässig die unterwegs lauernden Blitzer melden, das erlaubte Tempo und die Entfernung zum Blitzer anzeigen.

Blitzer-Warner in der rechtlichen Grauzone

Rechtlich sind Blitzer-Apps und andere mobile Radarwarner umstritten. Laut Paragraph 23 der StVO darf der Führer eines Autos kein technisches Gerät mitführen, mit dem man Maßnahmen zur Verkehrsüberwachung anzeigen kann. Wer damit erwischt wird, bekommt eine Strafe und Punkte in Flensburg. Doch die Formulierung ist schwammig und das letzte Wort im Streit um die mobilen Radarwarner noch nicht gefallen. Geräte wie Radar-Jammer sind in jedem Fall illegal und kommen den Besitzer teuer zu stehen.

Wie die Radarfalle funktioniert

Die Funktionsweise einer Radarfalle ist hinlänglich bekannt und bedarf keiner großen Erklärung. Die Radarfalle misst mithilfe von Radarwellen die Geschwindigkeit eines fahrenden Autos und vergleicht diese mit der erlaubten Geschwindigkeit. Bei einer Überschreitung wird eine Kamera ausgelöst und ein Foto von Fahrzeug und Fahrer gemacht. Die Polizei ermittelt anhand des Fotos den Halter sowie Fahrer des Kfz und verschickt den Strafbescheid. Je nach Höhe die Übertretung wird nur eine Geldbuße fällig oder der Fahrer bekommt Punkte in Flensburg.

Varianten der Radarfalle

Außer der klassischen Radarfalle kommen inzwischen auch andere Techniken zum Einsatz, etwa Laser, hintereinander angebrachte Lichtschranken oder Induktionsschleifen. Ist eine Radarfalle fest installiert, spricht man von einer stationären Anlage, umgangssprachlich auch Starenkasten genannt. Es gibt aber auch mobile Radarfalle, die oft weniger auffälligen sind und werden meist nur schwer von Verkehrsteilnehmer entdeckt.

Vorausschauend fahren

Wer bei einer Geschwindigkeitsübertretung erwischt wird, dem bleiben nicht viele Möglichkeiten. Letztendlich kann man sich nur dann gegen eine Strafe wehren, wenn die Dokumentation nicht ordnungsgemäß vonstatten gegangen ist, etwa wenn die Ordnungshüter eine rechtliche Vorschrift nicht befolgen. Auf einen Fehler der Beamten zu hoffen, ist jedoch nicht sonderlich empfehlenswert. So banal es klingt, die sicherste und erfolgversprechendste Variante eine Geschwindigkeitskontrolle zu überstehen und gar nicht erst in die Radarfalle zu tappen, ist immer noch, sich einfach an die vorgegebene Geschwindigkeit zu halten.