Saisonkennzeichen
Motorrad Versicherung© Gordon Bussiek / Fotolia.com

Saisonkennzeichen: Nummerschilder mit Ruhezeiten

Saisonkennzeichen kennt man vor allem von Motorrädern, Cabrios und Oldtimern. Die Nummernschilder sind nur für einen bestimmten Zeitraum zugelassen, außer der Saison dürfen die Fahrzeuge nicht bewegt werden. Was Autohalter dabei beachten müssen!

Mit den ersten warmen Frühlingstagen endet auch die Winterpause für viele Motorräder, Cabrios, Wohnmobile und Oldtimer. Diese Fahrzeuge überwintern die kalte Jahreszeit meist in der Garage und werden nur zwischen April und Oktober bewegt. Um Geld bei der Kfz-Versicherung und der Steuer zu sparen, empfiehlt sich ein Saisonkennzeichen.

Saisonkennzeichen sind nur befristet gültig

Das Saisonkennzeichen ist nur für einen befristeten Zeitraum gültig. Die Gültigkeit kann frei gewählt werden, sie muss jedoch mindestens zwei und höchstens elf Monate betragen. Viele Halter wählen eine Länge von etwa sieben Monaten, die beliebtesten Monate hierbei sind April bis Oktober. Die Zulassung gilt jeweils ab dem ersten Tag bis zum letzten Tag des jeweiligen Gültigkeitsmonats. Wer eine Zulassung von April bis Oktober beantragt hat, darf sein Fahrzeug folglich vom 1. April bis zum 31. Oktober auf öffentlichen Straßen führen. Der Gültigkeitszeitraum kann jederzeit wieder geändert werden. Für die Ausstellung eines neuen Kennzeichens entstehen jedoch zusätzliche Kosten.

Saisonkennzeichen sind leicht zu erkennen

Das 1995 in Deutschland eingeführte Saisonkennzeichen ist von normalen Kennzeichen ganz leicht in der Farbe und der Beschriftung zu unterscheiden. Das Saisonkennzeichen weist auf der rechten Seite den Zulassungszeitraum aus. Die Zahl oberhalb des Strichs zeigt den Monat des Beginns und die unterhalb des Strichs das Ende des Zulassungszeitraums auf. Saisonkennzeichen werden oft bei Motorrädern oder Cabrios verwendet. Diese werden häufig nur im Sommer gefahren und brauchen deshalb auch kein Jahreskennzeichen.

Versicherung und Steuern sparen mit Saisonkennzeichen

Saisonkennzeichen haben den Vorteil, dass man das Fahrzeug nicht ständig An- und Abmelden muss. Der Halter meldet sein Fahrzeug nur einmalig an, das Saisonkennzeichen gilt dann automatisch jedes Jahr für den ausgewiesenen Zulassungszeitraum. Das spart Zeit und Geld. Außerdem verringern sich die Kfz-Steuer und die Kfz-Versicherungsprämie. Denn in den Monaten, in denen das Fahrzeug nicht benutzt wird, fallen auch keine Beiträge an. In der Ruhezeit ist das Fahrzeug trotzdem versichert. Die Versicherungen gewähren Versicherungsnehmern eine sogenannte Ruheversicherung. Wenn eine Teil- oder Kaskoversicherung besteht, ist das Fahrzeug sogar für Schäden durch Diebstahl oder Wettereinflüsse wie Sturm und Hagel abgesichert.

Hohe Strafen bei Missachtung der Gültigkeit

Wichtig für alle Besitzer ist, dass Fahrten nur innerhalb des Zulassungszeitraums erfolgen dürfen. Wer dennoch mit einem abgelaufenen Saisonkennzeichen fährt, macht sich strafbar und hat mit hohen Bußgeldern zu rechnen. Es drohen Punkte in Flensburg oder auch eine Geldstrafe. Im Falle eines Unfalls entfällt außerdem der Versicherungsschutz. Der Fahrzeughalter muss dann selbst für den entstandenen Schaden aufkommen. Auch das Parken auf öffentlichen Straßen und Parkplätzen ohne Zulassung wird mit Bußgeldern und Punkten in Flensburg geahndet.

Eine Alternative zum Saisonkennzeichen

Seit dem 1. Juli 2012 haben Auto- und Motorradbesitzer ebenfalls die Möglichkeit, ein sogenanntes Wechselkennzeichen zu nutzen. Mit diesem Kennzeichen können zwei Fahrzeuge wechselseitig mit nur einem Nummernschild gefahren werden. Das Wechselkennzeichen ist anders als das Saisonkennzeichen nicht an einem bestimmten Zeitraum gebunden, so dass man beliebig zwischen den Fahrzeugen wechseln kann. In manchen Fällen kann ein Wechselkennzeichen also eine günstigere und bequemere Alternative zum Saisonkennzeichen sein.