Sicherheitsabstand
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Sicherheitsabstand: Besser mehr als zu wenig

Mit dem Begriff Sicherheitsabstand wird den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug und zugleich der Abstand zur Seite definiert. Definiert wird der Sicherheitsabstand in der Straßenverkehrsordnung.

Das Missachten des Sicherheitsabstandes kann mit einem Bußgeld geahndet werden, außerdem kann die Schuld bei einem Unfall dem zu dicht aufgefahrenen Fahrer zugeschrieben werden. Natürlich hat der Sicherheitsabstand aber auch einfach eine wichtige Schutzfunktion für den Autofahrer und soll Unfälle auf den Straßen vermeiden.

Sicherheitsabstand zur Seite

Für den Abstand zur Seite gibt es zwei Grundsätze. Zu Fahrzeugen, beispielsweise auf mehrspurigen Straßen, sollte ein Sicherheitsabstand von einem Meter eingehalten werden. Bei Schulbussen oder Linienbussen ist ein Abstand von zwei Metern vorgegeben. Hier sollte man aber ohnehin besondere Vorsicht walten lassen. Natürlich kann der Sicherheitsabstand schlecht nachgemessen, sondern nur geschätzt werden. Hier heißt die Devise: Lieber mehr Abstand halten als zu wenig.

Sicherheitsabstand nach vorne

Der gebotene Sicherheitsabstand zum Vorausfahrenden ist immer abhängig von der Geschwindigkeit. Je höher die Geschwindigkeit eines Wagens, desto länger ist auch der Bremsweg -deshalb ist bei höheren Geschwindigkeiten ein größerer Sicherheitsabstand vorgesehen. Innerhalb einer geschlossenen Ortschaft beträgt der Abstand nach vorne etwa drei Pkw-Längen oder auch der in einer Sekunde zurückgelegten Strecke. Das sind bei 50 Stundenkilometern etwa 15 Meter. Außerhalb von Ortschaften gilt dagegen die in drei Sekunden gefahrene Strecke. Dieser Sicherheitsabstand orientiert sich immer an dem Reaktionsweg der Autofahrer und nicht am Bremsweg selbst. Damit wird berücksichtigt, dass das vorausfahrende Fahrzeug ebenfalls einen Bremsweg hat.