Umweltplakette
Umweltplakette© Henry Schmitt / Fotolia.com

Ohne Umweltplakette geht's nicht mehr

In vielen Städten wurden inzwischen sogenannte Umweltzonen eingerichtet, in denen nur noch Fahrzeuge mit entsprechender Umweltplakette fahren dürfen. Welche Plaketten gibt es und wo bekommt man die her?

Im Jahr 2007 sorgte die Umweltplakette bei den Autofahrern zunächst für einige Verwirrungen. In den Städten wurden in bestimmten Bereichen Umweltzonen eingerichtet, die nur von den Autos befahren werden durften, welche an ihrem Auto die Umweltplakette in der richtigen Farbe hatten. Damit sollte in den Innenstädten die Feinstaubbelastung gesenkt werden. Da die meisten Benzin-Fahrzeuge die grüne Umweltplakette bekamen, konnten diese bedenkenlos in den Umweltzonen gefahren werden.

Was ist Feinstaub

Feinstaub ist ein Teil des sogenannten Schwebstaubs, des Staubs, welcher sich frei in der Atmosphäre bewegt. Die amerikanische Umweltbehörde definierte im Jahre 1987 diesen Begriff und gab gleichzeitig Richtlinien zur Einhaltung der Grenzwerte heraus. 1997, also zehn Jahre später, wurde der Feinstaub, welcher in die Lunge gelangen kann und somit Einfluss auf die Atemwege hat, in die Richtlinien aufgenommen und diese durch die EU noch zusätzlich erweitert.

Umweltzonen sollen die Feinstaub-Belastung mindern

Ende 2004 wurden in ganz Deutschland Messstationen installiert, welche die unterschiedlichen Arten an Feinstaub ermitteln sollten. Damit lagen den in den Bundesländern befindlichen Umweltbehörden erstmals greifbare Zahlen vor. 2007 wurden in Städten und Gemeinden mit hohen Schadstoffwerten besondere Umweltzonen eingerichtet, um die Belastung für die dort lebenden Menschen in Grenzen zu halten. Auch die Fahrzeuge bekamen je nach Kategorie Umweltplaketten. Bei Feinstaub dürfen die Fahrzeuge nur in den Umweltzonen fahren, für die sie gemäß der Plakette zugelassen sind. Wenn heute ein Fahrzeug mit einer nicht erlaubten Feinstaubplakette in einer solchen Umweltzone angetroffen wird, so wird der Fahrer mit einem Ordnungsgeld verwarnt.

Umweltzonen Die Umweltzonen sollen die Feinstaubbelastung ist deutschen Städten mindern. Doch die Infografik des ADAC zeigt, dass nur ein geringer Anteil des Feinstaubs von PKWs stammt.© ADAC

Oldtimer brauchen keine Umweltplakette

Es gibt eine rote, gelbe und auch grüne Feinstaubplakette. Welche Umweltplakette das jeweilige Fahrzeug bekommen kann, ist an den Schlüsselnummern eines jeden Fahrzeugs zu erkennen. Dabei werden vier Gruppen unterschieden. Die Fahrzeuge mit dem höchsten Feinstaub-Ausstoß bekommen keine Umweltplakette. Allerdings gibt es hierbei auch Sonderregelungen, nämlich bei den Oldtimern. Diese erhalten eine schriftliche Sondergenehmigung durch das zuständige Straßenverkehrsamt für das Befahren dieser Zonen, wenn das Fahrzeug mit dem H für History auf dem Nummernschild gekennzeichnet ist.

Die rote Umweltplakette

Die rote Umweltplakette erhalten die Fahrzeuge, die in die Schadstoffklasse 2 eingestuft werden. Überwiegend sind das Pkws mit Dieselmotor und bestimmten Schlüsselnummern. Seit dem 1. 1. 2010 sind für diese Klasse die Bestimmungen noch etwas verschärft worden, denn ab diesem Datum dürfen die Fahrzeuge mit der roten Umweltplakette nicht mehr in die Umweltzonen fahren. In besonderen Fällen kann die Polizei Ausnahmeregelungen ausgeben, wie es beispielsweise beim Transport eines Schwerstbehinderten der Fall ist.

Gelbe und grüne Umweltplaketten

In die Schadstoffklasse 3 mit der gelben und in die Klasse mit der grünen Umweltplakette sind in der Regel Fahrzeuge eingestuft, welche nach 2003 erbaut wurden. Die Fahrzeuge der Klassen 3 und 4 dürfen bis auf Weiteres ohne Bedenken in die Umweltzonen fahren. Vor allem Dieselfahrzeuge können durch den Einbau eines Feinstaubfilters um eine Klasse besser eingestuft werden. Wenn der Fahrzeughalter in einen Wohnort mit einem anderen Autokennzeichen zieht, muss er bei der Straßenverkehrsbehörde sein Fahrzeug ummelden. Bei dieser Ummeldung bekommt sein Fahrzeug auch eine neue Umweltplakette.

Wo gibt es die Umweltplakette?

Die Umweltplakette kann man beim TÜV, der Zulassungsbehörde, bei Dekra und in abgasuntersuchungsberechtigten Autowerkstätten gegen die Vorlage des Fahrzeugscheines oder des Fahrzeugbriefes erwerben. Einge Verwaltungsbehörden bieten die Umweltplakette auch online an.