Vandalismus
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Vandalismus am Auto: Wer zahlt für Schäden?

Nur zu gut erinnern sich noch einige an die Autobrände in Berlin und Hamburg. Ein Extremfall, aber besonders in Großstädten ist die Gefahr vor Vandalismus groß. Da stellt sich schnell die Frage: Wer zahlt für die Schäden?

Zerkratzter Lack, abgebrochene Antennen, zerstochene Reifen, Dellen an der Karosserie, zerstörte Scheinwerfer oder eingeschlagene Scheiben. Vandalismus ist ein Albtraum für jeden Autobesitzer und leider keine Seltenheit mehr in deutschen Städten. Besonders schlimm: vorsätzliche Brandstiftung. Vor allem in Großstädten hat die Zahl der Brandanschläge rapide zugenommen. Allein in Hamburg und Berlin gingen 2011 über 300 Autos in Flammen auf. Während bei kleineren Schäden die Kosten noch überschaubar bleiben, können die Schäden bei Brandstiftung in die Tausende gehen.

Finanzieller Schaden durch Vandalismus

Neben den Sachbeschädigungen am Auto bedeutet dies für Autobesitzer zumeist eine hohe finanzielle Belastung. Für Reparaturen können je nach Art und Schwere der Schäden auf Fahrzeughalter erhebliche Kosten zukommen. Wer Berufsbedingt nicht auf das Auto verzichten kann oder aus anderen Gründen oft mit dem Auto unterwegs ist, ist mitunter auf einen Leih- oder Mietwagen angewiesen. Dadurch können zusätzliche Kosten entstehen.

Was tun bei Vandalismus am Auto?

Wie verhält man sich, wenn man feststellt, dass Unbekannte das Auto beschädigt haben? Zu aller erst sollte man den Schaden bei der Polizei melden und Anzeige erstatten. Und natürlich muss der Schaden auch der Versicherung gemeldet werden. Die kommt aber nicht in jedem Fall für die Schäden auf. Wer zahlt nun also für den Irrsinn?

Wann zahlt für Vandalismusschäden?

Prinzipiell müssten die Täter für die Schäden am Auto aufkommen, werden sie gefasst. In der Praxis kommt dies allerdings nur im seltensten Fall vor. Ob die Versicherung zahlt, hängt maßgelblich vom bestehenden Versicherungsschutz ab. Wer nur eine Kfz-Haftpflichtversicherung abgeschlossen hat, bleibt auf den Schaden sitzen. Auch bei einer Teilkaskoversicherung darf man sich kaum Hoffnungen machen, die Schäden im vollen Umfang ersetzt zu bekommen. Nur wenn Scheiben am Auto zerstört wurden, kommt die Teilkasko für die Reparaturkosten auf.

Bei der Vollkasko droht die Rückstufung

Finanziell auf der sicheren Seite ist man nur mit einer Vollkaskoversicherung. Die Versicherung deckt auch Blechschäden am Auto oder Totalschaden durch Brandstiftung ab. Allerdings bedeutet dies meist eine Höherstufung in der Schadensklasse. Das bedeutet, dass die Versicherungsbeiträge steigen. Daher sollte man je nach Höhe des Schadens abwiegen, ob man die Kosten für die Reparatur nicht aus der eigenen Tasche zahlt. In manchen Fällen fährt man so günstiger.