Zulassung
Zulassungsbescheinigung© FM2 / Fotolia.com

Informationen rund um die Kfz-Zulassung

Wer ein Auto oder Motrrad auf deutschen Straßen führen möchte, muss verschiedene Voraussetzungen erfüllen. Informationen rund um die Zulassung von Fahrzeugen, finden Sie hier.

Jedes Fahrzeug und jede Person ist in Deutschland für den Straßenverkehr zulassungspflichtig. In Deutschland muss jedes Fahrzeug bei der zuständigen Straßenverkehrsbehörde angemeldet werden. Generell liegt die Zuständigkeit dabei beim Landkreis oder bei der Kommune. Bei Fahrzeugen der Bundes- und Landesorgane, wie beispielsweise der Bundeswehr oder der Polizei, sind speziell dafür eingerichtete Verwaltungsbehörden für die Zulassung zuständig.

Welche Voraussetzungen es gibt

Für die Zulassung eines Fahrzeugs müssen folgende Voraussetzungen gegeben sein: Eine nationale oder europaweit gültige Typengenehmigung bzw. ein Gutachten über das Fahrzeug durch einen amtlichen Sachverständigen muss vorliegen. Dies ermöglicht eine Einzelbetriebserlaubnis. Ein Nachweis über eine Haftpflichtversicherung muss erbracht werden. Der Fahrzeuginhaber muss durch Personalausweis oder Pass registriert sein und, falls es sich dabei um den Fahrer handelt, über einen gültigen Führerschein verfügen.

Wie erfolgt das Zulassungsverfahren

Die eigentliche Zulassung erfolgt daraufhin anhand von zwei Vorgängen. Es wird erstens ein amtliches Kfz-Kennzeichen zugeteilt und zweitens eine Zulassungsbescheinigung ausgestellt. Einige Fahrzeuge, wie Mofas und Kleinkrafträder, sind nicht zulassungspflichtig. Sie sind jedoch betriebserlaubnispflichtig und müssen in manchen Fällen trotzdem ein Nummernschild tragen. Bei der Zulassung eines Fahrzeuges besteht die Möglichkeit, gegen Gebühr und mit Vorab-Ankündigung ein Wunschkennzeichen zu beantragen. Fahrzeughalter können damit die Buchstaben und Ziffern des Nummernschildes bedingt selbst wählen.

Was die Zulassungsbescheinigung umfasst

Die eigentliche Zulassungsbescheinigung beinhaltet dann für gewöhnlich drei Informationen. Das zu registrierende Fahrzeug wird anhand der vom Hersteller vergebenen Fahrzeug-Identifizierungsnummer, umgangssprachlich auch Fahrgestellnummer genannt, festgelegt. Des Weiteren beinhaltet die Zulassung Informationen zum Kfz-Kennzeichen. Dies wird einer Person zugeteilt, meist dem Fahrzeugeigentümer. Ferner wird in der Zulassung festgehalten, dass das Fahrzeug die technischen Zulassungsbedingungen eines Landes der Europäischen Union erfüllt.

Halter und Eigentümer können unterschiedlich sein

Im ersten Teil der Zulassungsbescheinigung wird ausschließlich der Halter des Fahrzeuges vermerkt. Im zweiten Teil des Dokumentes muss daher aufgeführt werden, ob es sich bei genannter Person auch um den Eigentümer handelt. Vor der Einführung von einheitlichen Zulassungsbescheinigungen für alle EU-Staaten beinhaltete das Dokument oft noch die Namen und Anschriften von bis zu sechs Vorbesitzern des Fahrzeuges.

Früher unterschied man Fahrzeugbrief und Fahrzeugschein

Früher gab es zwei Dokumente, den Fahrzeugbrief und den Fahrzeugschein. Der Fahrzeugbrief war bis zum 30.9.2005 ein entscheidendes und wichtiges Dokument, wenn es um den Kauf eines Autos ging. Obwohl er am 1.10.2005 von der Zulassungsbescheinigung abgelöst wurde, ist der Fahrzeugbrief immer noch nicht aus dem Alltag verschwunden. Ein bestehender Fahrzeugbrief hat nach wie vor weiterhin seine Gültigkeit und auch die neueren Zulassungsbescheinigungen werden noch oft mit diesem Namen bezeichnet.

Was stand im Fahrzeugbrief?

Ein Fahrzeugbrief beinhaltete alle wichtigen Informationen über ein Kraftfahrzeug. Außerdem fanden sich wichtige Daten wie Fahrgestellnummer, Typenschlüssel und Schlüssel für den Schadstoffausstoß im Fahrzeugbrief. Daten, die unter anderem auch zur Berechnung der KFZ-Steuer benötigt werden. Das Dokument musste bei der Anmeldung eines Fahrzeuges zwingend vorgelegt werden; denn ohne den Fahrzeugbrief war der Erhalt eines amtlichen Kennzeichens nicht möglich.

Was stand im Fahrzeugschein?

Der Fahrzeugschein enthielt alle für die Identifizierung des Fahrzeugs notwendigen Daten, damit der Halter des Fahrzeugs nachweisen kann, dass das Fahrzeug auf seinen Namen angemeldet ist und ihm das Fahrzeug gehört. Auf dem Fahrzeugschein befanden sich zudem die zur Identifikation wichtigen Fahrzeugnummern, die Motorleistung und die Reifengröße. Diese können bei einer einfachen Kontrolle durch die Polizeibeamten nachgeprüft werden. Die ebenfalls im Fahrzeugschein aufgeführten Daten des zulässigen Gesamtgewichts, des Leergewichts und der zulässigen Achslast, können bei einer genaueren Prüfung auf einer Waage verifiziert werden. Weitere wichtige Daten auf dem Fahrzeugschein sind die Angaben über die nächste Hauptuntersuchung. Diese Daten auf dem Fahrzeugschein müssen mit den auf den Schildern angebrachten Plaketten übereinstimmen. Wird das Fahrzeug veräußert oder ist das Fahrzeug aus technischen Gründen nicht mehr in der Lage, am Straßenverkehr teilzunehmen, so wird bei der Abmeldung der Fahrzeugschein entwertet.